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SharePoint
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top
SharePoint ist eine Webanwendung von Microsoft, die unter anderem folgende Anwendungsgebiete abdeckt:cite-ref-2[2]
⢠Zusammenarbeit, beispielsweise das Verwalten von Projekten oder die Koordination von Aufgaben,
⢠Soziale Netzwerke, beispielsweise ßber persÜnliche Webseiten, Team-Webseiten, Diskussionsgruppen und Blogs,
⢠Intranetportale,
⢠Content-Management ßber Dokumentenmanagement-Funktionen, Inhaltsverwaltung, Metadaten und benutzerangepasste Suchfunktionen,
⢠Geschäftsanwendungen.cite-ref-3[3]
Contents
⢠Editionen
⢠Ăbersicht
⢠Sites
⢠Communities
⢠Content
⢠Search
⢠Composites
⢠Insights
⢠Berechtigungen
⢠Literatur
⢠Weblinks
⢠Einzelnachweise
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Editionen
SharePoint ist in einigen verschiedenen Editionen verfßgbar, die dem Nutzer jeweils unterschiedliche Funktionalitäten bieten.
SharePoint Server
SharePoint Server wird fĂźr Unternehmen bereitgestellt, die eine grĂśĂere Kontrolle Ăźber das Verhalten oder das Design von SharePoint anstreben. Dabei wird diese Edition von SharePoint auf der IT-Infrastruktur des Kunden installiert. Der SharePoint-Server erhält im Vergleich zu SharePoint-Online seltener Aktualisierungen, lässt sich dafĂźr aber flexibler an die Anforderungen des einzelnen Unternehmens anpassen. Der SharePoint-Server ist in zwei Editionen verfĂźgbar: Standard und Enterprise. Foundation als dritte, kostenlose Edition wurde eingestellt, ist aber weiterhin in der Version 2013 verfĂźgbar.cite-ref-5[5]
SharePoint Online
Das gehostete SharePoint von Microsoft ist in der Regel in Microsoft 365-Abonnements enthalten, kann aber auch direkt erworben werden.cite-ref-6[6] SharePoint Online hat den Vorteil, dass kein eigener Server betrieben werden muss, es fehlen jedoch die Anpassungsoptionen einer selbst gehosteten Installation von SharePoint.
SharePoint-Online ist zwar auf Kernfunktionen im Bereich der Zusammenarbeit, des Dokumenten- und Content-Managements sowie des Hostings und der Synchronisation von Dateien beschränkt, erhält aber sehr viel häufiger Aktualisierungen und neue Funktionen.cite-ref-7[7]
Anwendungsgebiete
Ăbersicht
⢠Sites: Der Zugriff auf alle Funktionen des SharePoints mittels Webseiten, die individuell angepasst werden kÜnnen;
⢠Communities: Dazu gehÜrt die MÜglichkeit, persÜnliche Webseiten (mySites) einzurichten, sowie die MÜglichkeit, soziale Medien wie Wikis, Diskussionsforen, Websites fßr Teams, Teamkalender einzurichten und zu nutzen.
⢠Content: Die MÜglichkeit, sowohl Dokumente im herkÜmmlichen Sinn als auch Inhalte aus sozialen Medien zu versionieren und Regeln zu deren Aufbewahrung und Lenkung einzurichten.
⢠Search: Die MĂśglichkeit, nach Informationen innerhalb und auĂerhalb des SharePoints zu suchen, sowie die MĂśglichkeit, diese Suche individuell und unternehmensweit zu gestalten und zu optimieren.
⢠Composites: Die MÜglichkeit, SharePoint-Komponenten auf Webseiten frei zusammenzustellen, sowie die MÜglichkeit, Microsoft-Office-Anwendungen und externe Anwendungen dort nahtlos einzubinden, zu visualisieren und mit ihnen aus dem SharePoint heraus zu arbeiten. Auch die GestaltungsmÜglichkeiten mittels SharePoint Designer und InfoPath zählt Microsoft zu diesem Funktionsbereich.
⢠Insights: Die MÜglichkeit, Unternehmensdaten aus unterschiedlichen Quellen zu aggregieren, auf Webseiten grafisch aufzubereiten und zur Nutzung freizugeben.
Sites
Zentrales Element in SharePoint sind Websites. In ihnen werden alle Inhalte strukturiert und dargestellt.cite-ref-micka35-10-0[10] Eine SharePoint-Website besteht aus beliebig vielen einzelnen Webseiten.cite-ref-boddenberg31-11-0[11] Diese Einzelseiten nehmen die eigentlichen Inhalte auf. Dies kĂśnnen sein:cite-ref-12[12]
⢠Dokumentbibliotheken;
⢠Wikibibliotheken;
⢠Bildbibliotheken;
⢠allgemeine benutzerdefinierte Listen;
⢠Listen mit speziellen Funktionen, darunter:
⢠Ankßndigungslisten;
⢠Aufgabenlisten;
⢠Kalender;
⢠Diskussionsforen.
SharePoint-Websites kĂśnnen ihrerseits Unter-Websites enthalten, die sich hierarchisch schachteln lassen. Mehrere Websites, deren Berechtigungen gemeinsam verwaltet werden, werden in einer Websitesammlung zusammengefasst.cite-ref-13[13]
⢠eine Vorlage fßr leere Websites;
⢠eine Vorlage fßr Team-Websites mit einer Dokumentenbibliothek, einem Kalender, einem Diskussionsforum, einer Ankßndigungs- und einer Aufgabenliste;
⢠eine Vorlage fßr Dokumenten-Arbeitsbereiche mit einer Bibliothek fßr Haupt- und Begleitdokumente, einer Aufgabenliste und einer Hyperlinkliste fßr Links zu einschlägigen Ressourcen;
⢠mehrere Vorlagen fßr Besprechungsarbeitsbereiche zum Verwalten von Dokumenten, Teilnehmern, Entscheidungen und gegebenenfalls Bildern einer Besprechung;
⢠eine Vorlage fßr Blog-Websites.
Mit SharePoint Server kommen eine Reihe weiterer Vorlagen hinzu, darunter:cite-ref-vorlagenliste-14-1[14]
⢠eine Vorlage fßr VerÜffentlichungs-Sites mit erweiterten GestaltungsmÜglichkeiten, erweiterten Suchfunktionen und Unterseiten fßr Willkommensseite, Artikelseiten und Pressemitteilungen;cite-ref-15[15]
⢠eine Vorlage fßr Unternehmenswikis;
⢠Vorlagen fßr Presseerklärungen und Nachrichten;
⢠eine Vorlage fßr ein Unternehmens-Suchcenter;
⢠eine Vorlage fßr Visio-Prozess-Repositorys.
Diesen Vorlagenkatalog kĂśnnen Entwickler oder Anwender mit entsprechenden Rechten um eigene Vorlagen erweitern.cite-ref-16[16] Ferner kĂśnnen Anwender, entsprechende Rechte vorausgesetzt, vorgegebene Websites umgestalten:
⢠Sie kÜnnen Unter-Websites zu einer vorhandenen Website anlegen.
⢠Sie kÜnnen einzelne Seiten innerhalb einer Website anlegen.
⢠Sie kÜnnen Bibliotheken, Wikis und Listen aller Art hinzufßgen.
⢠Sie kÜnnen bestimmen, wie und wo diese Inhalte auf dem Bildschirm dargestellt werden sollen.
FĂźr die Organisation der Inhalte auf einer Seite sind drei Grundtypen von Seiten vorgesehen:cite-ref-17[17]
⢠Webpartseiten, in denen hauptsächlich Anwendungselemente, Bibliotheken und Listen gruppiert werden. Diese Anwendungselemente werden in SharePoint-spezifische Inhaltselemente, sogenannte Webparts, verpackt. Das Verhalten und die Anzeige von WebParts auf einer Seite kann der Anwender in einem gewissen Rahmen beeinflussen.
⢠Wiki-Inhaltsseiten, die ßberwiegend der Darstellung von Text, Bildern, Tabellen und Hyperlinks dienen. Auch auf Wiki-Inhaltsseiten kÜnnen in SharePoint 2010 WebParts eingebunden werden.
⢠VerÜffentlichungsseiten, die hauptsächlich in Portalen und Üffentlichen Internetanwendungen verwendet werden. Sie sind fßr Situationen vorgesehen, in denen vollständige Kontrolle ßber das Aussehen und die Bedienung der Seite erwßnscht ist. Im Gegensatz zu Webpart- und Wikiseiten sind VerÜffentlichungsseiten nur in der Server-Edition und nicht in der Foundation verfßgbar.
Communities
Unter dem Begriff Communities fasst Microsoft Funktionen zusammen, die die Kommunikation zwischen Personen erleichtern und soziale Netzwerke in Unternehmen unterstĂźtzen. Darunter fallen Wikis, Blogs, soziales Tagging, persĂśnliche Websites und Nutzerprofile.cite-ref-18[18]
Die Anwendungen Meine Website und Mein Profil sind die zentralen Dienste fßr diesen Bereich. Unter Meine Website kann jeder Nutzer persÜnliche Informationen ablegen, beispielsweise der eigene Kalender oder das eigene Postfach, und eigene Dokumente, Bilder und Medien ablegen und anderen zur Verfßgung stellen. Auch einen persÜnlichen Blog und Unter-Websites kann der Benutzer anlegen. Ein Benutzerprofil ergänzt diese Angaben. Daten wie Telefon, E-Mail und Abteilung werden meist aus dem Active Directory importiert. Der Nutzer kann diese Angaben beispielsweise um seine Fachkenntnisse oder ein Foto ergänzen.cite-ref-19[19]
Aus diesen Informationen kann sich der Nutzer sein persĂśnliches soziales Netzwerk innerhalb seiner Organisation zusammenstellen. Ăber einen Newsfeed kann er sich Ăźber Aktivitäten in diesem Netzwerk auf dem Laufenden halten. Ein Organisations-Browser zeigt ihm die Position jeder Person im Organigramm der Organisation. Mit einer Pinnwand-Funktion kann er kurze Notizen und Fragen auf den Profilen anderer hinterlassen.cite-ref-20[20]
Content
Wie in einem klassischen Dokumentenmanagementsystem kĂśnnen in SharePoint Dokumente versioniert und mit Metadaten angereichert werden.cite-ref-micka40-21-0[21] Sie kĂśnnen ein- und ausgecheckt werden,cite-ref-micka40-21-1[21] und Sichtungs- und Freigabeprozesse fĂźr Dokumente kĂśnnen eingerichtet werden.cite-ref-micka41-22-0[22] Ăber Web-Feeds oder E-Mail-Benachrichtigung kĂśnnen sich Nutzer informieren lassen, sobald Inhalte einer Bibliothek, einer Liste oder eines Dokuments geändert werden.cite-ref-23[23]
Wenn ein Nutzer ein Dokument auscheckt, dann bietet SharePoint ihm an, das Dokument in seinem Entwurfsordner auf seiner lokalen Festplatte zu speichern. So kann der Nutzer das Dokument bearbeiten, auch wenn er nicht mit dem SharePoint-Server verbunden ist.cite-ref-24[24] Noch weiter gehende MÜglichkeiten, Dokumente offline zu halten und zu synchronisieren, bietet SharePoint Workspace 2010. Dieses Produkt ermÜglicht, komplette Bibliotheken und Listen lokal zu halten und mit SharePoint zu synchronisieren. SharePoint Workspace 2010 ist das Nachfolgeprodukt von Microsoft Office Groove. Es ist in Microsoft Office 2010 Professional Plus enthalten, kann aber auch separat erworben werden.cite-ref-25[25] Fßr mobile Endgeräte ist SharePoint Workspace Mobile vorgesehen. Damit kÜnnen SharePoint-Inhalte vom Smartphone aus durchsucht, mit den Office-Mobile-Programmen bearbeitet und, sobald wieder eine SharePoint-Verbindung vorhanden ist, synchronisiert werden.cite-ref-26[26]
Zentral verwaltete Inhaltstypen unterstßtzen die Klassifizierung der Dokumente. Jeder Inhaltstyp kann mit einer Vorlage verbunden werden. Zu jeder Dokumentenbibliothek kÜnnen die Inhaltstypen aus dem Gesamtkatalog ausgewählt werden, die in dieser Bibliothek sinnvoll verwendbar sind. Beim Erstellen eines neuen Dokuments werden automatisch die verfßgbaren Vorlagen angeboten.cite-ref-27[27]
Alle diese Funktionen sind direkt aus den Microsoft-Office-Anwendungen heraus verfĂźgbar.cite-ref-micka40-21-2[21]
In der Server-Edition sind weitere Funktionen verfĂźgbar, die regelkonformes Lenken von Dokumentencite-ref-28[28] unterstĂźtzen. Aufbewahrungspflichtige Dokumente kĂśnnen als Datensatz deklariert werden. Ab diesem Moment ist sichergestellt, dass â im Sinne der ISO 15489 â innerhalb der gesetzlichen Frist keine Ănderung oder LĂśschung dieser Dokumente stattfindet.cite-ref-micka41-22-1[22]
Mittels Informationsverwaltungsrichtlinien kÜnnen Aufbewahrungsfristen definiert werden. So kann beispielsweise festgelegt werden, dass ein Dokument einen Monat nach Erstellung automatisch als Datensatz deklariert und zehn Jahre später automatisch gelÜscht wird.cite-ref-29[29]
Auch als Web-Content-Management-System lässt sich SharePoint einsetzen. SharePoint Server erfßllt folgende Anforderungen:cite-ref-30[30]
⢠Trennung von Inhalt und Layout;
⢠Bereitstellung von Vorlagen;
⢠zeitgesteuertes VerÜffentlichen von Inhalten;
⢠automatisches Bereitstellen von Inhalten aus einem Autoren- in ein Publikationssystem;
⢠Freigabeprozesse fßr Inhalte.
⢠SharePoint-Webseiten sind barrierefrei; sie erreichen Level 2.0 AA der Web Content Accessibility Guidelines.
⢠Das Caching einzelner Seiten lässt sich gezielt anpassen.
Search
In der Grundeinstellung enthalten SharePoint-Seiten ein einfaches Suchfeld rechts oben. Gibt man dort einen Suchbegriff ein, so wird eine Volltextsuche durchgefĂźhrt.cite-ref-31[31]
Bereits in der SharePoint Foundation werden die Elemente indiziert, und es kĂśnnen eigene Server fĂźr die Suche bereitgestellt werden. Die Inhalte kĂśnnen ohne groĂen Aufwand indiziert und rasch gefunden werden. Die Suche ist jedoch auf die Websitesammlung beschränkt, in der der Benutzer sich bewegt.cite-ref-32[32]
In der Server-Edition kommt eine Reihe weiterer MĂśglichkeiten hinzu:cite-ref-33[33]
⢠Mittels Ergebnisverfeinerung kann das Suchergebnis sukzessive eingeschränkt werden.
⢠Die Funktion Automatische Suchvorschläge zeigt eine Reihe von Vorschlägen an, während der Anwender einen Suchbegriff eingibt.
⢠Die Darstellung und die Eingrenzung der Suchergebnisse kann modifiziert werden.
⢠Personen kÜnnen gezielt mittels personenbezogener Merkmale gesucht werden.
⢠Die Suche kann auf Suchbereiche auĂerhalb der eigenen Websitesammlung ausgedehnt werden.cite-ref-34[34]
Mit dem FAST-Server fĂźr SharePoint kann Suchleistung und -Komfort noch weiter verbessert werden.cite-ref-35[35] FĂźr kleine Organisationen, die nur die SharePoint Foundation einsetzen, bietet der Microsoft Search Server eine MĂśglichkeit, die Suchleistung zu steigern. In Verbindung mit SharePoint Server ist der Search Server nicht geeignet, da SharePoint Server alle Funktionen von Search Server umfasst.cite-ref-36[36]
Composites
Unter diesem Sammelbegriff fasst Microsoft die MĂśglichkeiten zusammen, Anwendungen in SharePoint zu entwickeln, ohne dass dazu Code in einer Programmiersprache wie C# oder Visual Basic geschrieben werden muss:cite-ref-37[37]
⢠Mit den SharePoint Access Services kÜnnen in Microsoft Access entwickelte Anwendungen als mehrbenutzerfähige Webanwendungen in SharePoint betrieben werden.
⢠Mit dem SharePoint Designer lassen sich Layouts anpassen, Workflows definieren, und Verbindungen zu externen Datenquellen herstellen.
⢠Mit InfoPath kĂśnnen Formulare fĂźr Webanwendungen gestaltet werden und einfache Geschäftsprozesse abgebildet werden. Eingabeformulare fĂźr SharePoint-Listen kĂśnnen mit dem InfoPath-Designer bearbeitet und mit Regeln und ĂberprĂźfungen angereichert werden.
⢠Mit den Business Connectivity Services von SharePoint kÜnnen Daten aus Geschäftssystemen in SharePoint einbezogen und dargestellt werden.
Insights
Unter dem Begriff Insights fasst Microsoft die Business-Intelligence-Komponenten von SharePoint zusammen. Dazu gehĂśren:cite-ref-38[38]
⢠Die Excel Services, mit deren Hilfe sich Excel-Arbeitsblätter und Diagramme direkt in die SharePoint-Oberfläche integrieren lassen.
⢠Spezielle Listen und Webparts fßr die Aufbereitung grafischer Leistungsindikatoren, Key Performance Indicators.
⢠Ein Chart-Webpart mit einem Assistenten, der die Anwender bei der Erstellung von Grafiken unterstßtzt.
⢠Die MÜglichkeit, SharePoint-Listen als Datenquelle im Microsoft SQL Server zu nutzen.
⢠Die Microsoft PerformancePoint-Dienste wurden in SharePoint integriert und ersetzen den PerformancePoint Server, der als eigenständiges Produkt nicht mehr weiterentwickelt wird. Mit dieser Komponente lassen sich Dashboards gestalten und erstellen.
Browser-Kompatibilität
Stand 2012 (SharePoint 2013)
Volle Browserunterstßtzung garantierte Microsoft per 2012 nur fßr die 32-Bit-Versionen von Microsoft Internet Explorer ab Version 7 sowie (eingeschränkt) fßr die Windows-Versionen von Mozilla Firefox und Google Chrome.cite-ref-39[39] Andere Browser funktionieren in den meisten Fällen, dies wird jedoch von Microsoft nicht gewährleistet.
Auch mit Firefox und Chrome gab es jedoch Einschränkungen, darunter:cite-ref-micka134-135-40-0[40]
⢠Die Datenblattansicht von Listen funktioniert nicht.
⢠Mehrfachupload von Dateien funktioniert nicht.
⢠Ziehen und Ablegen funktioniert nicht.
⢠Die Funktionen Verbindung mit Outlook herstellen, Verbindung mit Office herstellen und Mit SharePoint-Arbeitsbereich synchronisieren funktionieren nicht.
⢠Die Integration von Microsoft InfoPath 2010 funktioniert nicht.
⢠Die Funktion Microsoft-Visio-2010-Diagrammerstellung funktioniert nicht.
⢠Signieren von Formularen funktioniert nicht.
⢠Die Integration von Microsoft PowerPoint und die Funktion Folienbibliothek funktionieren nicht.
Dies liegt daran, dass diese Funktionen an ActiveX-Steuerelemente gebunden sind, die nur in den 32-Bit-Versionen des Internet Explorers verfßgbar sind. Auch die Einschränkungen in den 64-Bit-Versionen des Internet Explorers liegen an fehlenden ActiveX-Steuerelementen. Auch auf 64-Bit-Installationen von Windows wird jedoch die 32-Bit-Version des Internet Explorers zur Verfßgung gestellt und kann alternativ zur 64-Bit-Version verwendet werden.cite-ref-micka134-135-40-1[40]
Stand 2017 (SharePoint 2016)
Seitens Microsoft werden â ausgenommen von Funktionen, die noch auf ActiveX basieren â folgende Browser unterstĂźtzt:cite-ref-41[41]
⢠Desktop: Microsoft Edge, Microsoft Internet Explorer 10 und 11, Google Chrome (letzte verÜffentlichte Version), Mozilla Firefox (letzte verÜffentlichte und unmittelbar vorhergehende Version) sowie Apple Safari (letzte verÜffentlichte Version).
⢠Mobil: Internet Explorer und Microsoft Edge unter Windows Phone 8.1 oder hÜher, neueste Version von Chrome unter Android 4.4 oder hÜher, neueste Versionen von Safari und Chrome unter iOS 8 oder hÜher.
Architektur und Administration
Betriebssystem, Datenbank und Server
Die kleinstmÜgliche Installation fßr SharePoint Server 2010 besteht aus einer einzigen Servermaschine. Auf dieser werden sämtliche SharePoint-Funktionen, die 64-Bit-Version des Server-Betriebssystems Microsoft Windows Server 2008/R2cite-ref-pialorsi-33-42-0[42] und ein Microsoft SQL Server bereitgestellt. Mit einer solchen Installation lassen sich Evaluierungen durchfßhren und nicht-kritische LÜsungen fßr bis zu ca. 100 Anwender betreiben.cite-ref-43[43]
Als Entwicklungssystem lässt sich SharePoint Foundation 2010 sogar auf einem Arbeitsplatzrechner unter den 64-Bit Versionen von Windows 7 oder Vista SP1/SP2 betreiben.cite-ref-pialorsi-33-42-1[42] Microsoft nennt dafßr als Mindestanforderungen einen 64-Bit-Dual-Core-Prozessor mit 3 GHz Taktfrequenz sowie 4 GB Arbeitsspeicher.cite-ref-44[44] Fßr SharePoint Foundation 2013 ist ein Server erforderlich. Mittels Hyper-V kann dieser virtuell auch auf einem Arbeitsplatzrechner betrieben werden, sofern dieser ausreichend ausgestattet ist.cite-ref-45[45]
FĂźr grĂśĂere, skalierbare Installationen muss eine Serverfarm eingerichtet werden. Man gruppiert dazu die benĂśtigten Dienste in Schichten: eine Datenbank-, eine Anwendungs- und eine Front-End-Schicht. Abhängig von der erwarteten oder gemessenen Last werden die benĂśtigten Dienste und Anwendungen auf die Server verteilt.cite-ref-46[46] Mit solchen FarmlĂśsungen kĂśnnencite-ref-47[47]
⢠Redundanz und damit Ausfallsicherheit der Dienste geboten werden;
⢠bis zu einigen zehntausend Anwender bedient werden, die einige Dutzend Anfragen pro Sekunde erzeugen;
⢠auf ein maximales Datenvolumen von 1 bis 2 Terabyte zugegriffen werden.
FĂźr noch hĂśhere Anforderungen gruppiert man die Dienste in geeigneter Weise, beispielsweise nach Applikationen, Publikationsdiensten, Kollaborationsdiensten und Abteilungsdiensten, und richtet fĂźr jeden dieser Dienste eine eigene Serverfarm ein. Diese Einzelfarmen gruppiert man dann zu einer Gesamtinstallation.cite-ref-48[48]
Berechtigungen
Berechtigungen werden in SharePoint ßber Gruppen zugeteilt. Einzelpersonen bekommen ihre Rechte im Regelfall ßber die Mitgliedschaft in einer geeigneten Gruppe. In der Grundeinstellung besitzt jede SharePoint-Website drei Gruppen: Besitzer, Mitglieder, und Besucher. Besitzer einer Website haben alle administrativen Rechte ßber die Site. Mitglieder kÜnnen Inhalte verfassen und ändern. Besucher haben nur Lesezugriff. Daneben stellt SharePoint noch einige andere administrative Gruppen zur Verfßgung; zudem kÜnnen weitere Gruppen mit differenzierteren Rechten eingerichtet werden. Die Berechtigungsgruppen gelten jeweils nur innerhalb einer Websitesammlung.cite-ref-49[49]
Den Berechtigungsgruppen Ăźbergeordnet sind folgende administrative Rollen:cite-ref-50[50]
⢠Websitesammlungsadministratoren haben umfassende Rechte innerhalb einer Websitesammlung. Sie kÜnnen dort neue Websites und andere Inhalte erzeugen, Anwendungen aktivieren, und Berechtigungen delegieren.
⢠Diesen ßbergeordnet sind die Farmadministratoren. Diese kÜnnen in der gesamten SharePoint-Farm diese Aufgaben wahrnehmen. Der Hauptteil ihrer Arbeit konzentriert sich jedoch in der globalen Konfiguration der Serverfarm, der Bereitstellung von globalen Anwendungen und Diensten und der Wartung der Serverfarm.
Berechtigungen werden innerhalb der Hierarchie der Inhalte vererbt: Einer Unterwebsite sind in der Grundeinstellung dieselben Berechtigungsgruppen zugeordnet wie ihrer ßbergeordneten Website. Diese Berechtigung vererbt sich weiter ßber Bibliotheken und Listen bis zu den einzelnen Dokumenten und Inhaltselementen. Die Vererbung kann jedoch unterbrochen werden, wenn fßr ein Element auf einer unteren Stufe eingeschränkte oder differenziertere Berechtigungen erforderlich sind.cite-ref-51[51] Auch das Recht, Rechte zu verwalten, kann so von einer ßbergeordneten Website auf eine untergeordnete Ebene delegiert werden. Fßr die Sicherheit der Inhalte einer solchen dezentral administrierten Website sind die jeweiligen Websiteadministratoren verantwortlich.cite-ref-52[52]
Dieses Prinzip der Vererbung und Delegation kann jedoch zu schwer durchschaubaren Abhängigkeiten fßhren. Dies wird dadurch erschwert, dass unter SharePoint weniger Instrumente zur automatischen Verwaltung von Rechten zur Verfßgung stehen als beispielsweise im Windows-Dateisystem.cite-ref-53[53] Es kann im Einzelfall mßhsam werden, festzustellen, welche Personen welche Berechtigungen an einem bestimmten Objekt haben. Wenn eine Person die Rolle im Unternehmen wechselt, sollten die Rechte, die mit ihrer alten Rolle verbunden sind, erlÜschen. Dazu kann es notwendig werden, sie aus einer Vielzahl von Gruppen, verteilt ßber mehrere Websitesammlungen, zu entfernen. Mit den Bordmitteln von SharePoint ist dies sehr mßhsam. Abhilfe schaffen hier Zusatzprodukte von Drittanbietern.cite-ref-54[54]
Authentifizierung
SharePoint unterstĂźtzt folgende Authentifizierungsverfahren:
⢠Digestauthentifizierung: eine Art Challenge-Response-Verfahren, bei der der Server eine Zufalls-Zeichenfolge an den Browser sendet. Dieser berechnet aus dieser Zeichenfolge in Verbindung mit Benutzernamen, Kennwort, HTTP-Methode und angefordertem URI eine Antwort und schickt sie zur ĂberprĂźfung an den Server zurĂźck. Das Verfahren ist fĂźr Replay-Angriffe anfällig, bietet jedoch abgesehen davon eine Grundsicherheit und lässt sich universell einsetzen.cite-ref-micka-849-55-1[55]
⢠Zertifikatsbasierte Authentifizierung, bei der der Webserver vom Clientrechner ein Zertifikat anfordert. Anhand dieses Zertifikats ordnet er den Clientrechner einem Benutzerkonto zu.cite-ref-56[56]
⢠Forderungsauthentifizierung mithilfe der Windows Identity Foundationcite-ref-57[57] oder mithilfe der Active Directory Federation Services.cite-ref-58[58]
⢠Die NTLM-Authentifizierung von Windows. Bei dieser Methode ist Single Sign-on mÜglich: SharePoint kann die Informationen aus der Windows-Anmeldung verwenden, um den Nutzer zu identifizieren.cite-ref-59[59]
Ferner unterstßtzt SharePoint anonyme Benutzer.cite-ref-61[61] Es ist mÜglich, in einer SharePoint-Installation unterschiedliche Authentifizierungsverfahren fßr unterschiedliche Zonen einzurichten. So kann beispielsweise erreicht werden, dass im Intranet die Nutzer mittels Windows-Authentifizierung in Verbindung mit Kerberos identifiziert werden, während sie sich im Internet mittels Digestauthentifizierung ausweisen mßssen.cite-ref-62[62]
Administrationswerkzeuge
Im SharePoint ist eine Website namens SharePoint-Zentraladministration enthalten, mittels der ein Farmadministrator interaktiv alle Verwaltungs- und Ăberwachungsarbeiten erledigen kann. Sie umfasst:cite-ref-63[63]
⢠Die Anwendungsverwaltung, mit der Webanwendungen verwaltet, modifiziert und erstellt werden kÜnnen und mit der Webanwendungen, Websitesammlungen und Inhaltsdatenbanken erstellt werden kÜnnen,
⢠Die Ăberwachung mit Werkzeugen zum Ăberwachen der Farm und zur Analyse von Fehlern.
⢠Den Bereich Sicherheit, in dem die administrativen Konten und die Dienstkonten der Farm verwaltet werden.
⢠Allgemeine Anwendungseinstellungen mit Funktionen zur Verwaltung des Websiteverzeichnisses, der Suchdienste, der Inhaltsbereitstellungsmerkmale und der InfoPath-Formulardienste.
⢠Den Bereich Systemeinstellungen zur Verwaltung der Server in einer Farm und ihrer Eigenschaften.
⢠Den Bereich Sichern und Wiederherstellen fßr die Datensicherung und die Notfall-Wiederherstellung.
⢠Den Bereich Upgrade und Migration, in dem Updates und Upgrades verwaltet und ßberprßft werden kÜnnen.
⢠Den Konfigurations-Assistenten, mit dessen Hilfe eine SharePoint-Farm interaktiv von Grund auf neu konfiguriert werden kann.
Alternativ dazu kÜnnen Administrationsaufgaben mithilfe der Windows PowerShell wahrgenommen und automatisiert werden. SharePoint enthält Bibliotheken, die diese Befehlsshell um spezifische Anweisungen erweitert, die das Verwalten einer SharePoint-Serverfarm erleichtern.cite-ref-64[64]
Gestalten und entwickeln in SharePoint
Wikipedia:WikiProjekt Ereignisse/Vergangenheit/2010
Layout und Design anpassen
Das Erscheinungsbild von SharePoint lässt sich umfassend verändern â so weitgehend, dass Anwender nicht mehr sehen, dass es sich um SharePoint handelt. Die Gestaltung kann den Vorgaben eines Unternehmens-Designs angepasst werden.cite-ref-boddenberg105-65-0[65]
Allerdings beruht das Erscheinungsbild von SharePoint auf dem Zusammenwirken mehrerer Komponenten. Die Abhängigkeiten sind komplex. FĂźr tiefgehende Ănderungen sind Zeit und Wissen erforderlich.cite-ref-boddenberg105-65-1[65]
Folgende Komponenten wirken zusammen:
⢠Designvorlagen:
⢠die Masterseiten;
⢠die CSS-Core-Datei;
⢠individuell gestaltete CSS-Modifikationen;
Designvorlagen bieten die einfachste MĂśglichkeit, Farben und Schriftbild zu konfigurieren. Im SharePoint ist eine Reihe von vorgegebenen Vorlagen enthalten. Dieser Vorlagenkatalog kann um eigene Vorlagen erweitert werden. Design-Vorlagen kĂśnnen mit PowerPoint (sic) erstellt und modifiziert werden. Sie werden in Microsoft-Office-Design-Dateien mit der Erweiterung .thmx gespeichert.cite-ref-66[66]
Masterseiten bestimmen die Anordnung der Komponenten auf einer SharePoint-Seite. Sie sind nichts SharePoint-spezifisches, sondern werden generell in .NET verwendet.cite-ref-67[67] CSS-Dateien bestimmen das Aussehen und teilweise auch das Verhalten dieser Komponenten. Die Masterdatei von SharePoint 2010 im Auslieferungszustand heiĂt v4.master.cite-ref-68[68] Die CSS-Core-Datei, die alle CSS-Vorgaben enthält, heiĂt im Auslieferungszustand corev4.css.cite-ref-69[69] SharePoint-Experten raten davon ab, diese Dateien direkt zu modifizieren, denn:cite-ref-70[70]
⢠Falls Microsoft im Rahmen eines Service Packs die Dateien Ăźberschreibt, kĂśnnen Ănderungen verlorengehen.
⢠Wenn man beim Ăndern einen Fehler macht, kann die gesamte Benutzeroberfläche unbrauchbar werden. Es ist dann gut, auf eine Master- bzw. Coredatei im Originalzustand zurĂźckgreifen zu kĂśnnen.
Deshalb legt man sich eine Kopie der v4.master an, fßgt diese dem Katalog der verfßgbaren Masterdateien hinzu, und wählt sie als Mastervorlage fßr die betroffene Website oder Websitesammlung aus. Diese Kopie modifiziert man mit dem SharePoint Designer.
Die corev4.css ist mithilfe einer Anweisung (Direktive) in die Masterdatei eingebunden. Es ist mĂśglich, diese Datei zu kopieren, zu modifizieren, und die Direktive in der Masterdatei so zu ändern, dass sie auf die neue CSS-Datei verweist. Die corev4.css ist jedoch sehr umfangreich; zur besseren Ăbersicht rät der Fachautor Ulrich Boddenberg dazu, eigene kleinere CSS-Dateien anzulegen, in der nur die Elemente enthalten sind, die modifiziert werden mĂźssen. Diese Dateien kĂśnnen Ăźber zusätzliche Direktiven so in die Masterdatei eingebunden werden, dass die Definitionen dort ihre Entsprechungen aus der corev4.css ersetzen.cite-ref-71[71]
Programmierung von Anwendungen
Häufige Arbeitsgebiete der SharePoint-Programmierung sind:
⢠Die Entwicklung von Webparts.cite-ref-74[74] Neben einfachen Formularwebparts sind verbindungsfähige Webparts mĂśglich, die sich gegenseitig beeinflussen.cite-ref-75[75] Mittels der AJAX-UnterstĂźtzung von ASP.NET kĂśnnen Webparts programmiert werden, die dynamisch auf Benutzereingaben und Ereignisse reagieren, ohne dass gesamte Seiten neu geladen werden mĂźssen.cite-ref-76[76] Auch die Leistungsfähigkeit verbindungsfähiger Webparts lässt sich mittels AJAX verbessern.cite-ref-77[77] Auch Microsoft-Silverlight-Anwendungen und andere Nicht-SharePoint-Anwendungen kĂśnnen in Webparts eingebunden werden.cite-ref-pia229-78-0[78] Falls diese Anwendung extern, auĂerhalb der Domäne der Serverfarm, gehostet wird, ergibt sich eine komplexe Sicherheitslage. In Form von sogenannten externen Anwendungsanbietern (external application provider, EAP) stellt Microsoft eine Technik zur VerfĂźgung, die versucht, den Sicherheitserfordernissen einer solchen LĂśsung gerecht zu werden.cite-ref-pia229-78-1[78]cite-ref-79[79]
⢠Modifizieren der Benutzeroberfläche, unter anderem durch Ăndern der MenĂźbänder, durch programmgesteuertes Bereitstellen von Bildern, Galerien und anderen Medienelementen und durch Steuerung von Statusleiste und Infobereich.cite-ref-271ff-80-0[80]
⢠Programmgesteuertes Definieren und Bereitstellen von Daten.cite-ref-271ff-80-1[80]
⢠Programmgesteuerte Entwicklung von Feldern und Feldtypen. So ist es beispielsweise mÜglich, Felder zu entwerfen, deren Inhalt bei jeder Verwendung ßberprßft wird, ohne dass dies in jedem Formular oder WebPart eigens programmiert werden muss. Auch Felder, die immer eine bestimmte Gliederung haben, beispielsweise die Kreditkartennummer oder die Internationale Bankkontonummer (IBAN)cite-ref-81[81]
⢠Programmgesteuerte Verwaltung von Dokumenten.cite-ref-83[83]
⢠Programmgesteuerte Erzeugung und Verwendung von Vorlagen fßr Websites, Bibliotheken und Listen.cite-ref-84[84]
⢠Programmierung der Suchfunktionen.cite-ref-85[85]
Unter SharePoint Foundation 2010 und 2013 ist es mĂśglich, Anwendungen als Dienste zu gestalten. Diese Dienste kĂśnnen innerhalb einer SharePoint-Farm oder sogar Ăźber mehrere Farmen hinweg Funktionen und Ressourcen zur VerfĂźgung stellen.cite-ref-88[88]
Die wesentlichen Klassen des SharePoint-Server-Objektmodellscite-ref-89[89] liegen in den Namensräumen, die mit Microsoft.SharePoint.* oder Microsoft.Office.* beginnen.cite-ref-pialorsi-73-90-0[90] SharePoint-Klassen haben meist einen Namen, der mit SP beginnt.cite-ref-pialorsi-73-90-1[90] Fßr Webpart-Anwendungen enthalten die Namensräume System.Web.UI.Web.WebControlscite-ref-91[91] und System.Web.UI.Web.WebControls.WebPartscite-ref-92[92] einschlägige Klassen. Die zentralen Klassen und ihre Hierarchie sind im Diagramm rechts dargestellt.
Zur Programmierung in SharePoint kÜnnen die meisten .Net-Sprachen verwendet werden.cite-ref-pialorsi-15-72-1[72] Entwicklungswerkzeug der Wahl ist Microsoft Visual Studio ab Version 2010.cite-ref-93[93] Dort stehen Vorlagen fßr unterschiedliche Typen von SharePoint-Projekten sowie Vorlagen fßr unterschiedliche Inhaltselemente zur Verfßgung. Unabhängig davon, mit welcher Vorlage begonnen wird, kann das Projekt durch Hinzufßgen weiterer Elemente beliebig erweitert werden.cite-ref-94[94]
Der programmtechnische Zugriff auf SharePoint-Listen und ihre Elemente ist mittels CAML-Abfragen mĂśglich.cite-ref-95[95] LINQ to SharePoint bietet eine alternative, typensichere Methode fĂźr denselben Zweck. Zudem bietet LINQ den Vorteil, dass aus der Programmiersprache heraus mit einheitlichen Methoden auf unterschiedliche Datenquellen zugegriffen wird â seien es SharePoint-Listen, XML-Dateien, SQL-Tabellen, Excel-Tabellen und vieles mehr.cite-ref-96[96] Damit man auf SharePoint-Listen mittels LINQ zugreifen kann, muss man zuvor mithilfe des mit SharePoint gelieferten Programms SPMetal.exe ein Objektmodell dieser Listen erstellen und in das betreffende SharePoint-Projekt einbinden.cite-ref-97[97]
CAML kann auch dazu verwendet werden, um Felder in Webparts und Formularen darzustellen (zu rendern).cite-ref-98[98] Diese MÜglichkeit besteht in SharePoint 2010 hauptsächlich zwecks Kompatibilität mit frßheren SharePoint-Versionen. Die Methode der Wahl, um Felder in SharePoint 2010 zu rendern, ist die Verwendung von XSLT.cite-ref-99[99] SharePoint unterstßtzt spezialisiertes Feldrendering fßr mobile Geräte; neben der MÜglichkeit, dies selbst zu gestalten, stellt SharePoint eine Reihe von vorgefertigten Rendervorlagen fßr mobile Geräte zur Verfßgung.cite-ref-100[100]
Entwickeln von Workflows
Als generelles Werkzeug fĂźr die Entwicklung von Workflows in .NET dient die Windows Workflow Foundation. SharePoint 2010 nutzt dieses Werkzeug; allerdings nicht die aktuelle (Stand 2012) Version 4.0, sondern Version 3.5.cite-ref-101[101] Somit kann der SharePoint-Entwickler den Funktionsumfang der Workflow Foundation nutzen; unter anderem kann er:
⢠sowohl einfache sequenzielle Workflows entwerfen, als auch komplexere Zustandsautomaten-Workflows, die Bedingungen und Verzweigungen zulassen;cite-ref-pialorsi480-102-0[102]
Als Alternative zur Programmierung in Visual Studio steht im SharePoint Designer der Workflow Designer zur VerfĂźgung, mit dem sich Workflows grafisch modellieren lassen.cite-ref-103[103] In der Enterprise-Edition von SharePoint kann der Workflow-Entwickler zudem Microsoft Visio verwenden, um sich Workflows und deren Status anzeigen lassen. Mit der Visio 2010 Premium Edition kann er Workflows fĂźr den SharePoint entwerfen und vorhandene SharePoint-Workflows modifizieren.cite-ref-104[104]
SharePoint Server 2010 bietet sieben vordefinierte Workflows, die als Vorlage oder direkt ohne Anpassung verwendet werden kÜnnen. Die SharePoint Foundation bietet lediglich eine Vorlage fßr einen einfachen sequenziellen Workflow mit drei Zuständen.cite-ref-105[105]
Sandkasten-LĂśsungen
Bis zur Version 2007 wurden SharePoint-Anwendungen stets auf der Ebene der Serverfarm bereitgestellt. Die Anwendungen haben somit Zugriff auf die Serverobjekte der obersten Ebene. Eine fehlerhaft programmierte Anwendung ist in der Lage, einen kompletten SharePoint-Betrieb lahmzulegen, indem sie ein kritisches Serverobjekt funktionsunfähig macht. Auch durch ĂźbermäĂigen Ressourcenverbrauch kann eine Anwendung auf Serverebene den Betrieb auĂer Gefecht setzen.
Mit SharePoint Foundation 2010 fĂźhrte Microsoft deshalb sogenannte SandkastenlĂśsungen ein. Diese werden nicht mehr auf der Ebene der Serverfarm, sondern auf Websitesammlungen implementiert. Solche Anwendungen kĂśnnen nur noch die Websitesammlung auĂer Betrieb setzen, aber nicht mehr die gesamte Farm. Auch dem ĂźbermäĂigen Ressourcenverbrauch kann begegnet werden, weil es mĂśglich ist, genau festzulegen, welche Ressourcen eine Websitesammlung maximal in Beschlag nehmen darf.cite-ref-108[108]
Mit SharePoint 2013 wurden serverseitige SandkastenlĂśsungen wieder abgekĂźndigt. Stattdessen empfiehlt Microsoft das neue App-Modell von SharePoint 2013.cite-ref-109[109]
SharePoint-Add-ins
⢠Add-ins, die eine ganze Seite mit einer vollständigen Benutzeroberfläche zur Verfßgung stellen.
⢠Add-ins, die Inhalte in einem IFrame innerhalb einer ßbergeordneten Seite wiedergeben.
⢠Add-ins, die die Nutzeroberfläche des SharePoints modifizieren, beispielsweise Befehlsschaltflächen auf einem Menßband.
Drei Hostingmodelle stehen zur VerfĂźgung:cite-ref-pialorsi2013s247-110-1[110]
⢠Hosting innerhalb einer SharePoint-Site innerhalb eines sogenannten Add-in-Web.
⢠Autohosting auf Windows Azure.
⢠Hosting bei einem Provider.
Add-ins kommunizieren mit dem SharePoint ßber dessen Client-Objektmodell und ßber eine neue REST-APIcite-ref-111[111], die mit SharePoint 2013 zur Verfßgung gestellt wurde. Solche Programme kÜnnen in vielen Programmiersprachen geschrieben werden; die Bandbreite umfasst .NET-Sprachen, aber auch gängige Web-Sprachen wie PHP und Java, die nicht von Microsoft entwickelt wurden.cite-ref-112[112]
SharePoint Apps wurden von Microsoft in SharePoint-Add-ins umbenannt.
Clientseitige Techniken
Vor SharePoint 2010 war clientseitige Programmierung von SharePoint-Anwendungen mßhsam, weil Microsoft dafßr nur die sperrigen WebDAV- und ASMX-Webdienste zur Verfßgung stellte. Clientseitige Programmierung bietet jedoch hohe Flexibilität in der Gestaltung der Benutzeroberfläche. Zudem sind oft die Antwortzeiten besser, weil weniger Daten zwischen Client und Server ßbertragen werden mßssen. Ab SharePoint 2010 stellt Microsoft eine umfangreiche Klassenbibliothek fßr den clientseitigen Zugriff auf das Server-Objektmodell in einem WCF-Dienst zur Verfßgung.cite-ref-113[113]
Die Methoden des Clientmodells nehmen XML-Anforderungen entgegen und schicken JSON-Antworten zurĂźck.cite-ref-pia149-114-0[114] Die Architektur des Modells ist in SharePoint 2013 im Wesentlichen die gleiche wie in SharePoint 2010.cite-ref-115[115] Es kann nicht nur in SharePoint, sondern in jeder verwalteten .NET-Anwendung eingesetzt werden, so auch unter Silverlight.cite-ref-pia149-114-1[114]
Literatur
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⢠Dirk Larisch: Microsoft SharePoint 2013: Ăber 300 LĂśsungen fĂźr Anwender & Administratoren. Hanser Fachbuchverlag, MĂźnchen 2013, ISBN 978-3-446-43524-7.
⢠Wojciech Micka (Hrsg.): Microsoft SharePointÂŽ fĂźr Administratoren. Microsoft Press, UnterschleiĂheim 2011, ISBN 978-3-86645-136-0.
⢠MindBusiness Team: SharePoint 2013 fĂźr Anwender. Microsoft Press, UnterschleiĂheim 2013, ISBN 978-3-86645-167-4.
⢠Paolo Pialorsi: Entwicklerbuch SharePoint. Microsoft Press, UnterschleiĂheim 2011, ISBN 978-3-86645-545-0.
⢠Paolo Pialorsi: Microsoft SharePoint 2013 Developer Reference. Microsoft Press, Sebastopol 2013, ISBN 978-0-7356-7071-6.
⢠Vanessa Williams: Microsoft SharePointŽ 2010 fßr Dummies. Wiley, Weinheim 2010, ISBN 978-3-527-70615-0.
Weblinks
Commons
: Microsoft SharePoint
â Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
⢠Deutsche Microsoft SharePoint-Seite
⢠MSDN SharePoint Developer Center
⢠Meet the father of Microsoft SharePoint: Jeff Teper
Einzelnachweise
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